Fremdwaehrungsdarlehen
Bei Fremdwährungsfinanzierungen nehmen Sie Ihren Kredit statt in Euro in einer Fremdwährung, zum Beispiel im Schweizer Franken oder Japanischen Yen, wobei der Kreditbetrag bei der Bank für die Auszahlung sofort in Euro konvertiert wird.
Rückgeführt wird der Kredit in jener Währung, in welcher dieser aufgenommen wurde, wofür die erforderlichen Devisen gekauft werden. Damit verbunden sind Zins- und Kursschwankungen.

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Diese Kredite werden zumeist nur kurzfristig (1-12 Monate) zinsgebunden und als "endfällige" Finanzierung angeboten. Damit können Sie flexibel auf Zins- und Kursänderungen reagieren und in eine andere Währung wie z. B. in den Euro wechseln und dort den Zins für einen längeren Zeitraum neu vereinbaren.
Der wesentliche Vorteil eines Fremdwährungskredites liegt in der Ausnutzung eines tieferen Zinsniveaus, da in einigen Währungen Zinssätze für einen Kredit gegenüber einer Euro-Finanzierung zum Teil erheblich günstiger sind. Da aber die Zinsen laufend angepasst werden, ist ein möglicher Anstieg des Zinsniveaus auch bei dieser Finanzierungsform nicht auszuschließen. Auf der anderen Seite profitieren Sie aber auch von einem fallenden Zins.
Wichtig: Der Dreimonatszins im Schweizer Franken lag seit 1975 im Durchschnitt um mehr als 2% unter dem Eurozinssatz! Der Dreimonatszins im Yen lag seit 1996 unter 1,8%!
Im Fall steigender Wechselkurse (d.h. der Euro-Gegenwert der Fremdwährung steigt) ergibt sich bei einem Währungswechsel bzw. bei der Rückzahlung der Finanzierung ein Gewinnpotential, im Falle sinkender Kurse ein entsprechendes Verlustpotential. Wechselkursschwankungen führen somit zu einer entsprechenden Veränderung des Euro-Gegenwertes Ihrer Finanzierung.
In Österreich werden mittlerweile etwa 80% aller Immobilienfinanzierungen in Form einer Fremdwährungsfinanzierung abgewickelt. |
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